PESSO-THERAPIE
(PESSO-BOYDEN-SYSTEM-PSYCHOMOTOR NACH AL PESSO UND DIANE BOYDEN-PESSO)

(in den 1960er Jahren entstanden und jahrzehntelang weiterentwickelt,
bei uns in Deutschland als PESSO-Therapie bekannt)

Al+Diane Pesso

Al + Diane Pesso (www.pbsp.com)

Die beiden waren Tänzer und Choreographen. Durch die Körperarbeit und ihre Beobachtungen von Blockaden des emotionalen Ausdrucks, welche sie bei ihren Schülern machten, stießen sie auf die Voraussetzungen, welche gegeben sein müssen, damit wir gesund aufwachsen können.

Nach Albert PESSO und seiner Frau Diane sind es verschiedene Entwicklungsbedürfnisse, die in unserer Kindheit erfüllt werden müssen (und zwar zur richtigen Zeit, von der richtigen Bezugsperson, in der richtigen Dosierung).

Die 5 Grundbedürfnisse sind:

  • Platz
  • Nahrung
  • Unterstützung
  • Schutz
  • Grenzen.

Bedürfnisse, die in der Kindheit/Jugend nicht befriedigt werden, warten tief in uns verborgen darauf, endlich erfüllt zu werden. Oft erleben wir aber nicht nur Defizite sondern auch Verletzungen, die sich tief in unsere Seele einprägen und die uns noch im Erwachsenenalter behindern.

Al Pesso und Diane Boyden-Pesso entwickelten eine Therapie-Methode, die heilende Szenen für erlebte Verletzungen und Defizite in den Mittelpunkt stellt. Dabei arbeitet die PESSO-Therapie mit sog. heilenden Gegenbildern (Antidot). Die „alten“ Erfahrungen werden dadurch nicht gelöscht, sondern unser Gehirn speichert die neue Erinnerung gleichwertig neben der alten ab, was unsere Wahrnehmung und unseren Handlungsspielraum erweitert.

Die Pesso-Therapie wird durch die moderne Hirnforschung untermauert, wonach imaginiertes Erleben im Gehirn auf die gleiche Art und Weise “Erinnerungsspuren” hinterlässt wie real Erlebtes. Als “Anditot” werden deshalb neue, lebensbejahende, symbolische Erinnerungen konstruiert.  Diese heilenden Gegenbilder zu unseren negativen Erlebnissen werden passgenau und in Abstimmung mit dem Klienten entworfen und ermöglichen neue positive emotionale Erfahrungen. Gleichzeitig eröffnen sich uns andere Sichtweisen und damit Wahlmöglichkeiten, die wir vorher nicht hatten. Der Einfluss von alten negativen Erfahrungen wird abgeschwächt und wir können uns für neue positive Erlebnisse öffnen und dadurch mehr zu dem Menschen werden, der wir wirklich sind (“to become who we really are”, Al Pesso).

In der Wissenschaft der Neurobiologie hat man herausgefunden, dass sich in unserem Gehirn immer wieder neue Nervenverbindungen organisieren können. Unser Gehirn ist also formbar (Neuroplastizität), d.h. wir können in unserem Gehirn unser ganzes Leben lang immer wieder von Neuem positive Spuren legen! 🙂

 

VIDEO in englischer Sprache mit Al Pesso:

 

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