Der Atem ist eine der direktesten und zugleich sanftesten Möglichkeiten, Einfluss auf das Nervensystem zu nehmen. Er begleitet uns ununterbrochen – meist unbemerkt – und spiegelt genau wider, wie es uns geht: Ob wir angespannt und überfordert sind oder innerlich weit und ruhig. In der Atemtherapie nutzen wir diesen natürlichen Zugang, um innere Sicherheit, Orientierung und Balance wiederherzustellen.
Viele Menschen atmen in Stress- oder Belastungssituationen flach, unregelmäßig oder halten sogar unbewusst den Atem an. Der Körper bleibt dadurch in Alarmbereitschaft, selbst wenn der äußere Stress vorbei ist. Atemarbeit kann hier eine Veränderung bewirken: Sie lädt den Körper ein, Schritt für Schritt aus der Anspannung auszusteigen und wieder in einen regulierten Zustand zu finden.
Der Atem dient nicht nur der Beruhigung – er hilft auch, Körperempfindungen zu spüren, innere Grenzen wahrzunehmen und emotionale Prozesse zu begleiten, ohne sie zu überfluten. Gerade in der Trauma-Arbeit ist der Atem ein sensibler, aber sehr kraftvoller Begleiter: Er kann Körper und Gefühl verbinden und Sie dabei unterstützen, sich wieder sicher im eigenen Inneren zu verankern.
